Tipps zur richtigen Wasserpflege

So wird es gemacht!

1. Der richtige pH-Wert (der pH-Wert ist der Säuregehalt des Schwimmbeckenwassers)

Sehr wichtig für die Wasserpflege ist die Einhaltung des richtigen pH-Wertes. Der pH-Wert muss bei Fertigbecken, Polyesterbecken und Ceramicpools von der Fa. Bogmann immer zwischen 7,0 und 7,4 liegen. Das kann leicht mit einem Pooltestergerät überprüft werden. Dieses Poolwassertestgerät sollte zu jeder Grundausstattung gehören. Denn nur wenn der Betreiber weiß, wie die aktuellen Bedingungen in seinem Pool sind, kann er richtig reagieren und nur das wirklich erforderliche Maß an Chemie zugeben.

Liegt der pH-Wert außerhalb dieses Bereiches, kann es zu Augen- und Schleimhautreizungen kommen. Bei Werten unter 7,0 wird das Wasser sauer und kann zu Materialschäden führen. Liegt der pH-Wert über 7,6 so nimmt die Wirkung des zugegebenen Chlors stark ab. Es kann zu Kalkausfall an der Beckenwand zur Grünfärbung des Wassers oder ähnlichen Problemen führen.

Durch Zugabe von pH-minus-Granulat wird der pH-Wert gesenkt, mit pH-plus-Pulver angehoben.

Der pH-Wert des Wassers steigt bei Erwärmung sowie bei Badebetrieb an. Zugabe von Frisch- wasser, insbesondere Brunnenwasser lässt den Wert absinken. Eine regelmäßige Kontrolle des pH-Wertes ist somit unbedingt erforderlich. Mindestens 1 mal wöchentlich prüfen.

pH-minus

Dosierung:

Um den pH-Wert um 0,1 abzusenken, werden im Durchschnitt 10g pro m³ Beckeninhalt benötigt.

Anwendung:

Granulat vor den Einlaufdüsen einstreuen oder in gelöster Form (Granulat in einem großen Eimer Wasser 1:10 auflösen ) und mit einer Gießkanne auf der Wasseroberfläche verteilen. Einige Stunden später den pH-Wert kontrollieren. Alternativ kann man ph-minus auch bei laufender Filteranlage über den Skimmer dosieren.

pH-plus

Dosierung:

Pulver vor den Einlaufdüsen einstreuen oder in gelöster Form ( Pulver in einem großen Eimer Wasser 1:10 auflösen) und mit einer Gießkanne auf der Wasser- oberfläche verteilen. Einige Stunden später den pH-Wert kontrollieren. Alternativ kann man ph-plus auch bei laufender Filteranlage über den Skimmer dosieren.

2. Die Desinfektion des Schwimmbeckenwassers

In unbehandeltem Schwimmbadwasser können sich Algen, Bakterien und Pilze ungehindert vermehren. Hygienisches Wasser sollte frei von Keimen und Bakterien sein. Zur Entkeimung gibt es verschiedene Systeme:

Die eingetragenen Verunreinigungen lassen sich am sichersten mit Chlor beseitigen. Um die ständige Entkeimung des Schwimmbeckenwassers zu gewährleisten, muss ein permanenter Chlorgehalt im Wasser vorhanden sein. Dieser muss sich im Bereich von 0,3-0,5 mg pro Liter bewegen.

Chlorgranulat

Das Chlorgranulat ist ein stabilisiertes, kalkfreies und hochkonzentriertes Granulat zur Zusatz- und Dauerchlorung mit 56% aktivem Chloranteil. Es ist fast unbegrenzt lagerfähig. Die besondere Stabilisierung verringert den Verlust von ungenutztem Chlor.

Dosierung:

Für die Erstbehandlung bei der Neubefüllung des Schwimmbeckens werden ca. 6g pro m³ Schwimmbadwasser zugegeben. Für die Nachbehandlung sollten ca. 1,5g/m³ ausreichen. Für die Stoßchlorung bei veralgtem oder trübem Wasser werden 10-15 g/m³ zugegeben.

Anwendung:

Das Granulat in den Skimmer geben oder vorher in Wasser auflösen. Nie direkt ins Becken einstreuen! Zugabe während der Umwälzzeit, damit sich das Mittel im Becken verteilt.

Chlorfix-

Immer die Dosierangaben auf der Verpackung sorgfältig lesen und anwenden.

Schnell lösliche, kalkfreie und hochkonzentrierte Tablette zur Zusatz- und Dauerchlorung mit 50% aktivem Chloranteil. Chlorfix ist fast unbegrenzt lagerfähig. Die besondere Stabilisierung verringert den Verlust von ungenutztem Chlor.

Dosierung:

Nach unserer Erfahrung für die Erstbehandlung bei der Neubefüllung des Schwimmbeckens werden ca. 4 Tabletten pro 10m³ Schwimmbadwasser benötigt. Für die Nachbehandlung sollten ca.2 Tabletten/10m³ ausreichen. Für die Stoßchlorung werden 6-9 Tabletten pro 10 m³ zugegeben. Bei hoher Belastung kann der Verbrauch entsprechend steigen.

Anwendung:

Die Tabletten über einen Dosierschwimmer mit verstellbarer Dosieröffnung oder über den Skimmer zugeben. Nie die Tablette direkt ins Wasser werfen! Zugabe während der Umwälzzeit, damit sich das Mittel im Becken verteilt.

Dauerchlor

Kalkfreie und hochkonzentrierte Dauerchlortabletten zur Zusatz- und Dauerchlorung mit 90% aktivem Chloranteil. Sie sind ideal zu verwenden, um den permanenten Chlorgehalt im Schwimmbadwasser zu sichern. Für Stoßchlorungen sind sie nicht geeignet. Dauerchlor ist fast unbegrenzt lagerfähig. Die besondere Stabilisierung verringert den Verlust von ungenutztem Chlor.

Dosierung:

Immer die Dosierangaben auf der Verpackung sorgfältig lesen und anwenden. Nach unserer Erfahrung je 25m³ Beckeninhalt wird ca. 1 Tablette benötigt, die sich während einer Woche auflöst. Bei hoher Belastung kann der Verbrauch entsprechend ansteigen.

Anwendung:

Zugabe über einen Dosierschwimmer mit verstellbarer Dosieröffnung. Nie in den Skimmer legen oder direkt ins Wasser werfen!

Die Stoßchlorung

Wenn das Schwimmbadwasser „umgekippt“ ist (starke Veralgung, trübes und undurchsichtiges, grünes Wasser), muss eine Stoßchlorung durchgeführt werden, damit die im Becken vorhandenen Algen nicht resistent werden oder das Becken neu befüllt werden muss. Wichtig ist vor der Stoßchlorung die Einstellung des ph-Wertes durch Zugabe der entsprechenden Menge ph-minus oder plus je nach Anzeige am Poolwassermessgerät.

Danach den Chlorgehalt im Becken auf 2,0 mg/l erhöhen.

Dazu das Chlorgranulat oder die Chlorfix-Tabletten verwenden. Die Filteranlage durchgehend umwälzen lassen, bis sich das Granulat bzw. die Tabletten vollständig aufgelöst haben. Hier muss die Zugabe über den Skimmer erfolgen. Nie Chlorprodukte direkt ins Becken werfen.

Chlorwert kontrollieren, sowie den Betriebsdruck der Filteranlage. Sobald erforderlich, die Kartuschen reinigen bzw. die Sandfilteranlage rückspülen, damit die abgetöteten Algen und Keime entfernt werden. (siehe Bedienungsanleitung Filteranlage)

Je nach Verschmutzung, Filterleistung und Beckeninhalt kann es mehrere Tage dauern, bis das Beckenwasser wieder klar und sauber ist. In der Zwischenzeit unbedingt darauf achten, dass der Chlorwert nicht unter 0,5mg/l absinkt. Auch den pH-Wert regelmäßig kontrollieren.

Achtung: Chlorprodukte reizen Augen und Atmungsorgane: Deshalb nie an der Chlordose „schnuppern“!

3. Bekämpfung des Algenwachstums

Wenn Algen anfangen sich im Schwimmbecken auszubreiten, entsteht ein glitschiger Belag auf Beckenboden und –wänden. Spätestens jetzt sollte etwas dagegen unternommen werden, da sich ansonsten innerhalb weniger Tage das Wasser total verfärben kann. Außerdem bieten die Algen einen idealen Nährboden für Bakterien und Krankheitserreger.

Um das Schwimmbecken vor einem Algenbefall zu schützen, kann schon bei der ersten Inbetriebnahme vorgesorgt werden: vor dem Befüllen des Schwimmbeckens die Innenhülle mit Algicid einreiben, dann ist für einige Zeit Ruhe.

Da Algen pflanzliche Mikroorganismen sind, benötigen sie zur Entwicklung das Sonnenlicht für die Photosynthese. Eine lichtundurchlässige Abdeckplane hindert die Algen am Wachstum. Sollte das Wasser allerdings einmal „umgekippt“ ( grünes Wasser mit rutschigen grünlichen, bräunlichen oder schwarzen Belägen) sein, empfiehlt sich eine Stoßchlorung sowie Zugabe von Algicid.

Achtung: Algen können gegen Chlor resistent werden, wenn ständig ein zu geringer Chlorgehalt im Wasser ist. Die Dosierangabe finden Sie auf der Verpackung des Antialgenprodukts.

Algicid

Vor dem ersten Befüllen des Schwimmbeckens die Wände und den Boden mit einer 5%igen Lösung einsprühen oder einreiben.

Grunddosierung:

Erstmals 1 Liter pro 10m³ Beckenwasser zugeben.

Nachdosierung:

Je nach Belastung und Witterung alle 1-2 Wochen 2-6 ml pro m³ Beckeninhalt zugeben. Bei bereits veralgtem Wasser eine Stoßbehandlung mit 15-25 ml/m³ durchführen. Ist das Becken allerdings schon stark veralgt, dass das Wasser grün und undurchsichtig ist, hilft nur noch eine Stoßchlorung.

Anwendung:

Die Zugabe erfolgt über den Skimmer während der Umwälzzeit, damit sich das Mittel im Becken verteilen kann.

4. Entfernen feinster Verunreinigungen (Trübstoffe) durch Flockung

Trübstoffe, Metallionen oder sonstige Schmutzpartikel und Schwebstoffe, die so fein sind, dass sie vom Filtermaterial nicht aufgefangen werden können, müssen mit Flockungsmittel gebunden werden. Es bilden sich Flocken, die die Schwebstoffteilchen absorbieren und somit filtrierfähig machen. Für die Flockung bieten sich zwei Möglichkeiten:

Flockungskartuschen

Dosierung:

Eine Kartusche 125g ist ausreichend für ca. 50m³ Schwimmbadwasser.

Anwendung:

Zur optimalen Flockungswirkung muss der pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 liegen. Kartusche in den Skimmer legen und das Wasser mindestens 24 Stunden besser 48 Stunden ( zumindest solange bis die Trübung aufgehoben ist ) durchgehend filtern.

Flockungsmittel, flüssig

Dosierung:

Ca. 0,2-0,6 ml pro m³Wasserinhalt. Die Menge ist abhängig von der Belastung, der Anzahl der Badegäste sowie der Umwälzzeit. Sieh auch Dosierangaben auf den Typenschild der Verpackung.

Anwendung:

Flockungsmittel ungelöst oder 1:10 mit Wasser verdünnt vor der Filteranlage ins Wasser geben, z. Bsp. in den Skimmer schütten. Wasser mindestens 24 Stunden besser 48 Stunden ( zumindest solange bis die Trübung aufgehoben ist ) durchgehend filtern.

Hinweis: Durch die Bindung der feinsten Schmutzpartikel setzt sich das Filterelement (Kartusche, Sand, o.ä. ) sehr schnell zu. Steigt dann der Druck in der Filteranlage um 0,2 bar an, müssen die Kartuschen gereinigt bzw. die Sandfilteranlage rückgespült werden. Falls die Filteranlage kein Manometer hat, an der Einlaufdüse kontrollieren, ob noch eine ausreichende Durchströmung vorhanden ist. Siehe Bedienungsanleitung Filteranlage.

5. Die richtige Überwinterung des Schwimmbeckens

Mit nachfolgenden Maßnahmen wird das Schwimmbecken „winterfest“ gemacht.

Freibäder sollen in so weit wie möglich gefülltem Zustand überwintert werden. Das Wasser kann einfrieren, ohne dass Schäden zu befürchten sind. Becken auf keinen Fall entleeren, es könnte bei tiefgefrorenem Boden zusammengedrückt werden, die Bodenplatte könnte durchfrieren und reißen und bei Tauwetter würde die Gefahr des Aufschwimmens bestehen.

Mit der Überwinterung sofort nach dem Abschluss der Badesaison beginnen, solange das Beckenwasser noch sauber ist.

Nach Erledigung der vorangegangenen Punkte kann das Beckenwasser gefahrlos einfrieren. Wichtig ist das Wiederbefüllen des Beckens durch Regen oder Tauwasser zu verhindern. Gelegentlich den Wasserstand kontrollieren. Laub von der Abdeckplane entfernen und Regen- bzw. Tauwasser ablassen bis der Wasserstand immer unter den Einbauteilen steht. Das erleichtert die Inbetriebnahme im Frühjahr und schont die Abdeckplane.

Überwinterungsmittel

Das Überwinterungsmittel ist ein Konservat für Freibäder, das im Herbst dem Wasser zugegeben wird, um über die Winterpause die Bildung von festhaftendem Kalk, Schmutzablagerung und Algenwachstum zu verhindern. Das erleichtert den „Frühjahrsputz“ des Schwimmbeckens. Das Überwinterungsmittel greift keine Werkstoffe an und kann in allen Schwimmbädern eingesetzt werden.

Dosierung:

Je nach Beschaffenheit des Wassers 0,3-0,5 l pro 10m³ Beckenwasser konzentriert oder mit Wasser verdünnt über das Schwimmbecken verteilen. Genaue Angaben finden Sie auch auf der Verpackung.

6. Poolreinigung

Für die Reinigung von Beckenboden und –wänden gibt es 2 verschiedene Flüssigreiniger

Poolreiniger sauer

Löst schnell mineralische Ablagerungen, z.Bsp. Kalk oder Rost und allgemeine Verschmutzungen. Wirkt desodorierend und desinfizierend.

Anwendung:

Je nach Verschmutzung im Verhältnis 1:100 bis 1:10 mit Wasser verdünnen. Bei extremen Verschmutzungen konzentriert verwenden. Warmes Wasser kann die Reinigungswirkung steigern. Nach jeder Reinigung mit Wasser abspülen.

Poolreiniger alkalisch

Löst leicht Fett, Kalkseife und allgemeine Verschmutzungen und kann auf Fliesen, Glas, Kacheln, Kunststoff und Farbanstrichen verwendet werden.

Anwendung:

Je nach Verschmutzungsgrad im Verhältnis 1:100 bis 1:5 mit Wasser verdünnen. Bei extremen Verschmutzungen konzentriert verwenden. Warmes Wasser kann die Reinigungswirkung steigern. Nach jeder Reinigung mit Wasser abspülen.

7. Wasserpflege chlorfrei mit der Sauerstoffmethode

Die Sauerstoffmethode besteht aus 2 Komponenten; dem Sauerstoffgranulat sowie dem Algicid, die zusammen verwendet werden. Voraussetzung für eine optimale Pflegewirkung ist auch bei dieser Methode der korrekte pH-Wert. Dieser wird mit pH-minus geregelt.

Dosierung immer wie auf der Verpackung angegeben.

Nach unserer Erfahrung Erstdosierung: 10-15 g m³ Wasserinhalt zugeben. Danach 10-15 ml/m³ Algicid zugeben. Es muss im Wasser ein Wert von mindestens 8 mg/l Super 3000 nachgewiesen werden. Dieser Wert wird mit dem Pooltester für die Sauerstoffmethode ermittelt.

Nachdosierung:

Ca. 5-7 mg/m³ Sauerstoffgranulat und 3-5 ml/m³ Algicid zugeben.

Anwendung:

Beide Mittel können direkt ins Becken oder in den Skimmer gegeben werden. Zugabe während der Filterzeit, damit das Mittel im Becken verteilt wird. Bei veralgtem Wasser eine Stoßbehandlung mit 15-25 ml/m³ Wasserinhalt durchführen.

Problemlösung und Tipps

Trübes Wasser

Augen brennen, Reizung der Schleimhäute

Mögliche Ursachen sind zu niedriger oder zu hoher pH-Wert oder ein zu hoher Gehalt an gebundenem Chlor.

Unangenehmer Chlorgeruch

Zu hoher Anteil an gebundenem Chlor.

Milchige Trübung

Beläge auf Wänden oder grünlich trübes Wasser

Klares Wasser, jedoch grüne oder braune Verfärbung

Dunkle Flecken auf der Folie oder grün verfärbte Haare nach dem Baden

Urlaub

Bei längerer Abwesenheit das Becken am besten mit einer Abdeckplane abdecken. Vorher 0,2l Algicid pro m³ Beckeninhalt zugeben und die erforderliche Menge Dauerchlor in den Dosierschwimmer legen.

Die Filteranlage sollte täglich mehrere Stunden laufen ( Zeitschaltuhr programmieren ). Eventuell einen freundlichen Nachbarn bitten, gelegentlich nach dem Schwimmbecken zu schauen.

Wenn nun doch noch Fragen und Unklarheiten auftreten sollten, dann rufen Sie uns an, wir stehen Ihnen immer mit Rat und Tat zu Seite!

Ihr Serviceteam der Bogmann GmbH

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